LOKRISCHER ENGEL

Nachdem ich Adam Neelys Video über den Lokrischen Modus gesehen hatte – und über die Frage, wie man ihn musikalisch überhaupt nutzen könnte – kam mir eine Idee.

Denn immer im Herbst werde ich traurig, sehnsüchtig, als hätte ich Heimweh nach einem Zuhause, dass es nie gab. Und dazu passt der Lokrische Modus hervorragend, denn er kennt keine richtige Auflösung, kein tonales Zuhause. Auf seiner erster Stufe steht kein schöner, satter Dur- oder Moll-Vierklang, sondern der instabile und auf irritierende Weise unaufgelöste halbverminderte Vierklang, der eigentlich zwingend nach oben oder unten aufgelöst werden muss.

Und so entstand dieses Stück über den Lokrischen Engel, der mich im Herbst heimsucht, mir von seiner Heimatlosigkeit erzählt und mich damit zum Weinen bringt.

DIE KRONE

Was für ungewöhnliche Zeiten wir doch gerade durchleben. Der erste Lockdown im Frühjahr 2020 war für mich aber auch eine schöne Zeit, denn ich konnte elf Wochen lang die Tage mit meinem kleinen Sohn verbringen. Ein unglaubliches Geschenk!

Und weil ich irgendwie weiter Musik machen wollte, habe ich in meinen freien Stunden ein Album mit neun aktuellen Songs aufgenommen. Hier ist es.